Glossar

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Willkommen im LinWiki Glossar. Das Glossar ist das 'Gegenstück' zum Linux Lexikon. Hier werden Fachbegriffe aus dem Wiki aufgelistet, welche keinen direkten Bezug zu Linux haben. Jeder Begriff verweist auf eine Erläuterung in der deutschsprachigen Wikipedia. Wir geben dem interessierten Leser somit einen geeigneten Einstieg zu weiterführender Lektüre.

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Address Resolution Protocol    [bearbeiten]

Das Address Resolution Protocol (kurz: ARP) ermöglicht einem Rechner zu einer gegebenen IP-Adresse die Hardwareadresse des Rechners zu ermitteln, dem diese IP-Adresse zugeordnet ist. Er sendet hierzu eine Broadcast-Anfrage im lokalen Netzwerk aus; der Zielrechner wird ihm als Antwort seine Hardwareadresse übermitteln.

BIOS    [bearbeiten]

Beim Basic Input / Output System (kurz: BIOS) handelt es sich um ein kleines Programm, das meist in einem permanenten Speicher (ROM) des Mainboards gehalten wird und nach dem Einschalten des Rechnern die Steuerung der Grundkomponenten des Computers übernimmt.

Backup    [bearbeiten]

Unter einem Backup versteht man die Sicherungskopie einer Datei oder einer ganzen Dateiliste, um im Falle eines ungewollten Datenverlustes diese wieder herstellen zu können.

Berkeley Software Distribution    [bearbeiten]

Die Berkeley Software Distribution (kurz BSD) ist eine Version des Betriebssystems Unix, die an der Universität von Kalifornien in Berkeley ab 1977 entstanden ist.

Betriebssystem    [bearbeiten]

Ein Betriebssystem ist ein Programm, das die Ausführung anderer (Anwendungs-)Programme steuert. Es reguliert den Zugang zur Hardware, organisiert die Datenspeicherung, regelt die Ein- und Ausgaben usw.

Broadcast    [bearbeiten]

Broadcast ist i.A. eine an alle Recher eines Netzwerkes gerichtete Nachricht. Eine Nachricht an einen bestimmten Rechner nennt man auch Unicast, an eine Gruppe von Rechnern (aus unterschiedlichen Netzwerken) Multicast.

Client    [bearbeiten]

Als Client bezeichnet man ein Programm, das Dienste eines Servers in einem Netzwerk in Anspruch nimmt.

Daemon    [bearbeiten]

Als Dämon (oder auch daemon) wird ein Systemprogramm bezeichnet, welches im Hintergrund tätig ist und dort seine Arbeit erledigt (siehe auch Hintergrundprozess).

Derivat    [bearbeiten]

Als Derivat (dt.: Abkömmling) wird Software bezeichnet, die auf dem Quelltext vorhandener Software basiert, jedoch für sich eigenständig ist (kein Update).

Direct Rendering Infrastructure    [bearbeiten]

Direct Rendering Infrastructure (kurz: DRI) koordiniert den konkurrierenden Zugriff von X-Server und OpenGL-Treibern auf die Grafikkarte. DRI ist damit eine Schlüsselkomponente zur Intergration von 3D-Hardware-Unterstützung in die Architektur von Xfree86 Version 4.x.

Domain Name Service    [bearbeiten]

Der Domain Name Service (kurz: DNS) ist ein Service des Internets der Domain(Seiten)namen in numerische IP Adressen umsetzt. Dieser benutzt standardmäßig den Port 53.

Filter    [bearbeiten]

Unter Unix fasst man Programme unter dem Begriff Filter zusammen, die ihre Eingabe von der Standardeingabe beziehen und das Ergebnis auf die Standardausgabe schreiben. Die Eingaben werden "gefiltert". Filter besitzen die Eigenschaften, dass man verschiedene Programme verketten kann, d.h. die Ausgabe eines Filters wird die Eingabe eines anderen Filters.

First In First Out    [bearbeiten]

First In First Out (kurz: FIFO), ein Datencontainer, der sicherstellt, dass hinzugefügte Elemente exakt in ihrer Reihenfolge auch wieder entfernt werden können. Entspricht quasi einer Warteschlange: »Wer zuerst kommt, ist auch zuerst dran.« (zumindest solange nicht gedrängelt wird ;-)).

GLX    [bearbeiten]

Die OpenGL Extension to the X Window System (kurz: GLX) ist ein Mechanismus, um 3D-Fähigkeiten auch im Netzwerk verfügbar zu machen. Hierbei werden die Funktionen von OpenGL durch das X-Protokoll hindurch getunnelt.

Gateway    [bearbeiten]

Ein Gateway erlaubt es Netzwerken, die auf völlig unterschiedlichen Protokollen basieren, miteinander zu kommunizieren.

Hash    [bearbeiten]

Ein Hashwert (bzw. Streuwert) ist ein skalarer Wert, der aus einer komplexeren Datenstruktur (Zeichenketten, Objekte, ...) mittels einer Hash-Funktion berechnet wird.

Hauptprozessor    [bearbeiten]

Der Hauptprozessor (engl. Central Processing Unit oder kurz CPU), ist der Teil eines Computers, der alle anderen Bestandteile steuert. Das Verhalten der CPU wird dabei von einem Programm in Form von Maschinencode bestimmt.

Hintergrundprozess    [bearbeiten]

Ein Hintergrundprozess ist ein sich in Ausführung befindendes Programm, das keine Verbindung zur Standardein- und -ausgabe besitzt. Um unter Linux einen Prozess als Hintergrundprozess zu starten, setzt man das & Zeichen hinter dem Prozessaufruf.

Institute of Electrical and Electronics Engineers    [bearbeiten]

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (kurz: IEEE) ist ein weltweiter Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informatik.

Internet Control Message Protocol    [bearbeiten]

Das Internet Control Message Protocol (kurz: ICMP) ist ein Protokoll der TCP/IP-Familie und dient vorrängig zur Übertragung von Fehler- und Diagnosenachrichten. Ist z.B. ein Datenpaket in einem Router nicht vermittelbar (weil die Lebensdauer des Paketes abgelaufen ist oder weil der Adressat unbekannt ist...), so wird dieser eine ICMP-Nachricht mit der Fehlerursache an den Absender des Paketes schicken.

Internet Relay Chat    [bearbeiten]

Das Internet Relay Chat (kurz: IRC) ist ein altes Chatprotokoll, welches ....

Logical Block Addressing    [bearbeiten]

Das Logical Block Addressing (kurz LBA) ist eine Adressierungs-Methode bei ATA-Festplatten. Die Blöcke der Festplatte werden im Gegensatz zur dreidimensionalen Zylinder-Kopf-Sektor-Adressierung (CHS) unabhängig von der Geometrie adressiert. Dabei werden die Blöcke beim LBA einfach gezählt, beginnend mit null.

MAC    [bearbeiten]

Das Media Access Control ist ein Protokoll aus der OSI-Schicht 2, das den Zugang zum physischen Netzwerk regelt.

Master Boot Record    [bearbeiten]

Beim Master Boot Record (kurz MBR) handelt es sich um den ersten Sektor (512 Bytes) einer Festplatte. Der Aufbau des MBR ist standardisiert, sodass er von jedem BIOS gelesen werden kann. Er kann den zum Laden eines Betriebssystems notwendigen Bootcode aufnehmen, daher auch seine Bezeichnung. Am Ende des MBR steht die 64 Byte große Partitionstabelle, die die Beschreibung der Aufteilung (oder Teile davon) der Festplatte enthält, gefolgt von einer so genannten Magic mehr

Microsoft Windows    [bearbeiten]

Microsoft Windows ist ein Markenname für Betriebssysteme der Firma Microsoft. Ursprünglich war Windows, wie z.B. GEM oder Framework, eine grafische Erweiterung des Betriebssystems MS-DOS.

Network File System    [bearbeiten]

Das Network File System (kurz: NFS) ist ein System , das die Nutzung von Verzeichnissen über Rechnergrenzen hinweg ermöglicht. Eine solche Nutzung geschieht transparent, d.h. die über das NFS importierten Verzeichnisse verhalten sich als wären sie lokal vorhanden.

Network Information Service    [bearbeiten]

Network Information Service (auch Network Information System) oder kurz NIS ist ein Verzeichnisdienst zur Verteilung von Konfigurationsdaten wie Benutzernamen oder Rechnernamen in einem Netzwerk.

Open Graphic Library    [bearbeiten]

Die Open Graphic Library (kurz: OpenGL) ist die verbreitetste Bibliothek unter Linux, um 3D-Grafikfunktionen bereitzustellen.

POSIX    [bearbeiten]

Der Portable Operating System Interface for uniX ist ein Programmierstandard, womit Programme leichter auf andere Plattformen portierbar werden. In der Praxis ist die Portierung POSIX-konformer Programme dennoch nicht so einfach.

Parser    [bearbeiten]

Parsen ist die Analyse und Aufbereitung eines Datenstroms nach konkreten syntaktischen Regeln. Ein hierzu verwendetes Programm wird als Parser bezeichnet.

Prompt    [bearbeiten]

Als Prompt oder Eingabeaufforderung bezeichnet man ein Zeichen oder gar eine Zeichenkette. Dieses erscheint für gewöhnlich in der Konsole dann, wenn es möglich ist, eine Eingabe in den Konsoleninterpreter zu machen. Standardmäßig bekommt ein Benutzer das Zeichen > zur Eingabe. Ein Administrator dagegen erhält ein # als Prompt

Protokoll    [bearbeiten]

Ein Protokoll bezeichnet eine Sammlung von Regeln, wie eine Kommunikation gesteuert werden kann oder wie Daten zu übertragen sind.

Prozess (Computer)    [bearbeiten]

Ein Prozess ist ein ausgeführtes Programm, inklusive einer im System eindeutigen Prozessnummer und der Prozessumgebung (Stack, Daten, ...).

Queue    [bearbeiten]

Ein Queue (dt. Warteschlange) ist eine Datenstruktur, in die auf der einen Seite Daten eingefügt und auf der anderen Seite wieder ausgelesen werden können. Daten müssen in der Reihenfolge einer Queue entnommen werden, in der sie eingefügt wurden.

R-Utilities    [bearbeiten]

Die r-Utilities sind eine Sammlung Unix-spezifischer Kommandos, die im Netzwerk analog zu den lokalen Kommandos arbeiten (sollten). Die Utilities wurden in Berkeley entwickelt und die enthaltenen Programme beginnend mit dem Buchstaben "r" (remote), deshalb die Namensgebung.

RTF    [bearbeiten]

Das Rich Text Format (kurz RTF) ist ein Dateiformat für Texte, das von Microsoft eingeführt wurde. Es dient zum Datenaustausch zwischen Textverarbeitungsprogrammen verschiedener Hersteller.

Recovery    [bearbeiten]

Recovery ist das Wiederherstellen des Datenbestandes mit Hilfe eines Backups. Zum Beispiel nach dessen ungewollter Zerstörung.

Semantik    [bearbeiten]

Die Semantik definiert Regeln, wie ein bestimmtes Objekt zu deuten ist; sie ordnet ihm einen Sinn zu (siehe auch Syntax).

Server    [bearbeiten]

Als Server bezeichnet man sowohl Computer als auch Anwendungen, die Dienste in einem Netzwerk bereitstellen.

Software    [bearbeiten]

Software bildet bei Computern den Bestandteil, der den Computer steuert und Befehle bzw. Rechenoperationen durchführt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch von Anwendungen oder Programmen gesprochen.

Subnetz    [bearbeiten]

Große Netzwerke werden in kleinere Subnetze (engl.: Subnet) unterteilt. Ein ans Internet angeschlossenes Heimnetzwerk ist so ein Subnetz. Um von einem Subnetz zum anderen kommunizieren zu können braucht man einen Router. Die Subnetz-Maske stellt die Regenln, in welchem IP-Bereich sich das Subnetz bewegt.

Syntax    [bearbeiten]

Ganz allgemein beschreibt die Syntax einen Satz von Regeln, nach denen ein Objekt aufgebaut ist. Z.B. die Syntax der deutschen Sprache beinhaltet Regeln zum Satzbau und Rechtschreibung. Sie definiert aber in keinster Weise die Bedeutung der resultierenden Wortgefüge. In der Informatik beschreibt die Syntax den Aufbau von Konfigurationsdatein, Befehlen () oder Programmaufrufen via Shell. Einem Objekt ordnet erst die Semantik eine konkrete Bedeutung zu.

TCP    [bearbeiten]

Das Transmission Control Protocol ist ein Protokoll der TCP/IP-Familie, das eine verbindungsorientierte Übertragung von Daten realisiert. Dazu baut das Protokoll zunächst eine Verbindung zum Empfänger auf und sendet erst nachfolgend die Daten. Das Protokoll stellt dabei die Unversehrtheit der übertragenen Pakete sicher.

Telnet    [bearbeiten]

Terminal Emulation for Networks wird üblicherweise verwendet, um Benutzern den Zugang zu Internetrechnern über die Kommandozeile zu bieten. Aufgrund der fehlenden Verschlüsselung wird es kaum noch eingesetzt. Man verwendet nun meistens SSH.

Terminal    [bearbeiten]

In Zeiten der Großrechner wurde die gleichzeitige Arbeit mehrerer Benutzer durch Anschluss mehrerer Terminals an einen Rechner ermöglicht. Unter einem Terminal verstand man damals die Kombination aus Bildschirm und Tastatur. Im heutigen Sprachgebrauch steht das Terminal allgemein für eine zusammengehörige Ein- und Ausgabe.

Thread    [bearbeiten]

Im Zusammenhang mit Mails und Newsartikeln werden alle Beiträge, die sich auf eine Ausgangsnachricht/Ausgangsartikel beziehen, als Thread bezeichnet.

User Datagram Protocol    [bearbeiten]

Das User Datagram Protocol (kurz: UDP) ist ein Protokoll der TCP/IP-Familie, das verbindungslos arbeitet. Die Datenpakete werden dabei im Stil eines Telegramms zum Zielrechner gesendet, ohne den Erfolg der Übertragung zu überprüfen. Eine solche Kontrolle wird dann meist von einem darüber liegenden Protokoll vorgenommen.

Virtual File System    [bearbeiten]

Das Virtual File System (dt. Virtuelles Dateisystem, kurz: VFS) ist eine Schnittstelle zwischen Betriebsystem und den physischen Dateisystemen mancher Unix-Systeme. Ein auf Daten zugreifendes Programm verwendet dann immer dieselben Systemrufe, unabhänig vom Dateisystem, auf dem die Daten physisch abgelegt werden. Das VFS ist für die Umsetzung der Systemrufe auf die tatsächlichen Funktionen des Dateisystems zuständig.

WYSIWYG    [bearbeiten]

Abkürzung für What You See Is What You Get.

Es bezeichnet die Art der Darstellung einiger Editoren (Schreib-, Grafik-, ...). Während der Bearbeitung wird die Eingabe genau so darstellt, wie später die Ausgabe aussieht.

WYSIWYM    [bearbeiten]

Abkürzung für What You See Is What You Mean und bezeichnet die Art der Darstellung einiger Editoren (Schreib-, Grafik-, ...). Während der Bearbeitung wird die Eingabe nur ungefähr so darstellt, wie später die Ausgabe aussieht.

Whitespace    [bearbeiten]

Whitespace (zu dt. Leerraum) ist eine Zusammenfassung für Leerzeichen, Tabulator und Zeilenumbruch, also die Zeichen, die i.A. zwei Wörter voneinander abgrenzen.

Wildcard (Informatik)    [bearbeiten]

Wildcards (auch Jokerzeichen genannt) sind Sonderzeichen der Shells, die als Platzhalter für Zeichenklassen stehen.

X Window System    [bearbeiten]

X Window System (kurz: X) ist die grafische Oberfläche für Unix-Systeme. Der X-Server übernimmt die Steuerung der Ein- und Ausgabegeräte wie Maus. Tastatur, den Bildschirm und die Grafikkarte.

XDR    [bearbeiten]

Das XDR (External Data Representation) ist ein Protokoll der Schicht 6 (Repräsentation) des OSI-Referenz-Protokoll-Stacks. Es definiert eine einheitliche Darstellung von Daten, so dass diese auch von Rechnern mit unterschiedlichen Datenformaten verarbeitet werden können.

Yellow Pages    [bearbeiten]

Yellow Pages ist der frühere Name des Network Information Systems (NIS), den die Firma Sun im Rechtsstreit um das Markenzeichen der British Telecom freiwillig ablegte. Die zu NIS gehörigen Programme werden dennoch traditionell mit ypprogrammname benannt.

Zombie (EDV)    [bearbeiten]

Als Zombie wird ein Prozess bezeichnet, der seine Arbeit beendet und seinen Elternprozess darüber informiert hat (Signal SIGCHILD). Es wartet jedoch noch auf die Behandlung des Signals durch den Elternprozess.
Diese Seite wurde zuletzt am 3. Juli 2007 um 18:53 Uhr geändert.
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