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Das Linux Lexikon ist eine Sammlung von Linux-Fachbegriffen. Jeder im Lexikon aufgeführte Begriff erhält eine kurze Erläuterung und einen Link, der auf vertiefende Informationen im LinWiki verweist. Das Lexikon wird ständig erweitert und hat daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- alias
- alias (dt. Deckname) ist ein Konsolenbefehl, der es dem einzelnen Benutzer ermöglicht, Kurzbefehle für beliebige (zumeist häufig benötigte) Befehle zu definieren. Häufige Anwendung führt mitunter dazu, dass man sich zu sehr auf sie verlässt, was auf fremden Systemen problematisch werden kann (bestes Beispiel ist wohl alias rm="rm -i").
- ALSA
- Die Advanced Linux Sound Architecture (dt. Erweiterte Linux Klang Architektur)
- APT
- Das Advanced Package Tool (dt. Erweitertes Paket Werkzeug) ist eine Sammlung von Paketwerkzeugen. Mittels APT kann man z.B. bequem Software installieren, de-installieren und aktuallisieren.
- Awk
- Awk ist eine von Aho, Weinberger und Kernighan entwickelte Programmiersprache.
- Boot-Loader / Bootmanager
- Ein Boot-Loader (Kurzform für Bootstrap Loader; auch Bootmanager genannt) ist ein kleines Programm, welches vom BIOS gestartet wird. Der Boot-Loader lädt dann Teile des Betriebsystems, z.B. den Kernel.
- cd
- Mit dem Kommando cd (Change Directory; dt. Wechsle Verzeichnis) kann man auf der Konsole ganz einfach in ein anderes Verzeichnis wechseln (wie der Name schon fast erahnen lässt *g*).
- Cron
- Der Cron-Daemon ist ein Dienst, der es unter Linux ermöglicht, Aufgaben (cronjobs) in gewissen Zeitabständen zu erledigen. Dieses kann z.B. ein Backup oder das Neuladen von bestimmten Diensten sein
- CUPS
- Das Common Unix Printing System (dt. allgemeines Unix Druck System) ist mittlerweile das Standard-Druck-System unter Linux.
- Daemon / Dämon
- Ein Daemon (Disk and Execution Monitor) ist ein Hintergrundprozess, welcher auf bestimmte Ereignisse wartet, diese auswertet und danach entsprechend reagiert.
- .deb
- Das .deb Dateiformat sind vorkompilierte Programm Pakete für Debian Linux Systeme. Es wird u.a. auch von Ubuntu verwendet. Andere Distributionen wie z.B. SuSE Linux oder Fedora Core verwenden das .rpm Dateiformat.
- Distribution
- Eine Distribution (siehe auch Distributionen Portal) ist eine Zusammenstellung von verschiedenen Programmpaketen, welche gemeinsam eine Installation ermöglichen. Die Schwerpunkte und Einsatzgebiete verschiedener Linux Distributionen können sich stark unterscheiden.
- dm crypt
- dm crypt ist eine moderne Verschlüsselungstechnik für Dateisysteme.
- emacs
- Der konsolenbasierte Editor emacs zählt neben vim zu den Urgesteinen der Editoren. Er ist wohl auf jedem Linux System zu finden.
- ext2 / ext3
- Das Extended Filesytem (Version 2 und 3) ist das unter Linux am weitesten verbreitete Dateisystem. Es wird von vielen Distributionen automatisch eingerichtet.
- fstab
- Die /etc/fstab (FileSystem Table; dt. DateiSystem Tabelle) ist eine wichtige Konfigurationsdatei welche Informationen über das Mountverhalten von Festplatten und anderen Datenträgermedien wie z.B. USB-Sticks enthält.
- GNOME
- Das GNU Network Object Model Environment ist eine Desktop Umgebung für Linux und Unix Syteme. GNOME wird von vielen Distributionen per default installiert. Es besticht durch seine einfache Handhabung und die vielen integrierten Programme.
- GNU
- Das GNU-Projekt ist ein von Richard Stallman ins Leben gerufene Projekt, welchen zum Ziel hat, ein komplett freies Betriebsystem zu verwenden. Unter GNU/Linux versteht man also den Linux Kernel in Zusammenhang mit GNU Programmen.
- GPART
- Das GPART ist ein Programm mit dem eine zerstörte Partitionstabelle wieder hergestellt werden kann.
- GPL
- Die GNU General Public License ist eine vom GNU-Projekt entwickelte Softwarelizenz. Für Open-Source Programme ist es meistens DIE Lizenz (siehe auch Kategorie Lizenzen)
- GRUB
- Der Grand Unified Bootloader ist ein Boot-Loader, welcher sich mittlerweile zum Quasi-Standard Loader für Linux System gemausert hat.
- GTK+
- Das GIMP Tool Kit ist eine Entwicklungsplattform für graphische Benutzeroberflächen. GTK wurde für das Bildbearbeitungsprogramm The GIMP geschrieben, wird aber mittlerweile auch von der Desktop Umgebung GNOME und vielen anderen Programmen genutzt.
- Home(-Verzeichnis)
- Home ist das Verzeichnis, das für jeden User angelegt wird: /home/<Name des users>. In diesem Verzeichnis hat der User Vollzugriff und kann seine persönlichen Daten ablegen. Außerdem verwenden Programme diesen Ordner um vom Benutzer getroffene Einstellungen zu speichern. Dies geschieht aber meist in versteckten Ordnern oder Dateien
- Irssi
- Irssi ist ein schlanker, konsolenbasierter IRC Client. Er wird besonders von vielen Linux Gurus benutzt. Für Neulinge empfiehlt sich eher XChat oder Kopete.
- KDE
- Das K Desktop Environment ist eine Desktop Umgebung, welche sehr viele Programme mitbringt. KDE baut auf der Entwicklungsplattform QT auf, welche von der norwegischen Firma Trolltech entwickelt wird.
- Kernel
- Der Kernel im allgemeinen ist der Kern eines jeden Betriebssystems. Er stellt die Verbindung mit den Hardwarekomponenten her. Der Linux Kernel erblickte 1991 das Licht der Welt. Sein "Vater" Linus Torvalds koordiniert auch heute noch die Entwicklung.
- Kernel-Modul
- Kernel-Module (aus der Windowswelt als Treiber bekannt) sind Gerätedateien, über die der Kernel mit der Hardware kommunizieren kann. Unter Linux können Kernel-Module im laufenden Betrieb geladen und entfernt werden.
- Kompilieren
- Kompilieren kann man wohl am besten mit übersetzen übersetzen. Gemeint ist hier, einen Programm Quellcode (sourcecode) in ein für den Computer ausführbares Programm zu übersetzen. Durch Paketformate wie RPM und DEB muss man heute kaum noch Programme selber kompilieren. Es gibt aber auch Distributionen, bei denen man jedes Programm übersetzten muss. Dieses dauert zwar mitunter sehr lange, kann aber entscheidende Optimierungsmöglichkeiten geben.
- Konqueror
- Wer KDE verwendet, wird unweigerlich auf den Konqueror treffen. Der Konqueror ist in der KDE Umgebung sowohl Browser als auch Dateimanager. Er dient weiterhin auch als Bildbetrachter, FTP Programm und vieles mehr.
- Konsole
- Unter Konsole (oder auch Terminal) versteht man die Schnittstelle zur Eingabe von Befehlen.
- Lilo
- Der Linux Loader ist ein Boot-Loader, welcher seit einiger Zeit immer mehr von GRUB verdrängt wird. Dennoch hat auch Lilo Vorteile, welche manche Linux User dazu bewegen, Lilo weiterhin einzusetzen.
- loopback
- loopback heißt die Möglichkeit, Dateien ins Dateisystem einzuhängen, so, als wären es Geräte. Dadurch entstehen unter Linux ganz neue Möglichkeiten. Solche "Geräte" heißen dann Loopback-Devices
- ManPage
- Viele Linux / Unix Programme bringen sogenannte Manual Pages (dt. Handbuchseiten) mit. Wer ein bisschen Englisch kann, sollte diese manpages als erste Anlaufstelle bei der Fehlerbehebung nutzen. Aufrufen kann man die Hilfeseiten auf der Konsole mit man <programmname>
- Module
- siehe Kernel-Modul.
- mounten
- Unter mounten versteht man das Einhängen von Laufwerken in das Dateisystem. Heutzutage werden Laufwerke meist automatisch gemountet, trotzdem schadet es nicht, sich hierüber weiter zu informieren.
- Mountpoint / Mountpunkt
- Als Mountpoint bezeichnet man das Verzeichnis im Dateisystem, auf das ein Laufwerk eingehangen wird. Bei den meisten Distributionen befinden sich die Mountpunkte in den Verzeichnissen /mnt oder /media.
- NFS
- Das Network File System (dt. Netzwerk Datei System) ist ein Protokoll, welches erlaubt, Daten und Drucker von entfernten Linux-/Unix- Rechnern in sein eigenes Dateisystem einzubinden.
- Open Source
- Bei Open Source (dt. offener Quelltext) Programmen ist der Quellcode (source code) des Programmes für jederman frei zugänglich. D.h. man kann sich anschauen, wie das Programm arbeitet oder was es auf dem Rechner verwendet. Auch Fehler können schneller gefunden werden. Das Gegenteil von Open Source ist Closed Source Software.
- OpenSSL
- Das Secure Sockets Layer (kurz SSL) ist ein Verschlüsselungsprotokoll für Datenübertragungen im Internet. OpenSSL ist ein Open-Source-Version dieses Protokolls und bietet weiterführende Funktionen als das Orginal.
- OSS
- Das Open Sound System war bis zur 2.4er Version des Linux Kernels das Standard Klang Protokoll. Es wurde in der 2.6er Kernel Version von ALSA abgelöst.
Partimage;
- Partimage ist das Tool bei Linux um eine eins zu eins Kopie Einer Partition zu erzeugen. Laufwerk muss zuvor gemountet sein. Tool ist auf der Knoppix und der C'T Knoppicilin vorhanden
- QT
- QT ist eine Entwicklungsplattform aus dem Hause Trolltech. Viele Linux Anwendungen basieren auf QT, wie z.B. die Desktopumgebung KDE und deren Programme.
- ReiserFS
- Das Dateisystem ReiserFS gehört wie ext3 zu den Journaling Files Systems. Es besticht besonders durch seine Geschwindigkeit bei kleinen Dateien. Es wird von vielen Distributionen als Standard Dateisystem eingesetzt.
- rm
- Der Konsolenbefehl rm (remove = löschen) löscht Dateien. Mit dem richtigen Schalter kann rm auch Verzeichnisse löschen. Den Befehl rm -rf / sollte man niemals als Administrator eines Systems anwenden, weil dieser alle Dateien ab dem Hauptverzeichnis löscht.
- root
- Unter dem Begriff root (dt. Wurzel) versteht man in der Linux zweierlei:
- 1. Der Benutzer root: Der Administrator eines Systems wird in der Linux Sprache root genannt. Er darf alle Dateien eines Systems anschauen und auch ändern. Wichtig: man sollte nicht ständig als root arbeiten.
- 2. Das root Verzeichnis: Unter dem Wurzelverzeichnis (/) versteht man das oberste Verzeichnis im Verzeichnisbaum eines Linux Systems.
- .rpm
- Der RedHat Package Manager stellt ähnlich wie das .deb Dateiformat einen Container für vorgefertigte Programmpackete zur Verfügung. Dadurch lassen sich Programme schneller und einfacher installieren und aktuallisieren. Distributionen wie SuSE Linux und Fedora Core verwenden dieses Packetmanagement.
- Runlevel
- Jeder Runlevel (Betriebssystemstufe) sind beim Starten eines Systems verschiedene System Dienste zugeordnet. Welche Dienste in welcher Level gestartet werden und wie die Level einzeln benannt werden, ist von Distribution zu Distribution verschieden. Die Linux Standard Base versucht hier, klare Richtlinien vorzugeben.
- scp
- scp (secure copy) ist ein Programm zum Kopieren von Daten zwischen zwei Computern über ssh.
- ssh
- ssh (secure shell) ist ein Protokoll, das die Kontrolle eines anderen Unix-Rechners im Netzwerk (auch Internet) ermöglicht. Man kann sich auf dem Fremdrechner als User oder auch root Anmelden, vorausgesetzt, der Fremdrechner erlaubt es.
- Tux
- Tux ist ein Pinguin und das Maskottchen des Linux-Kernels. Seit der Version 2.0 steht Tux allgemein für das freie Betriebssystem.
- uname
- uname ist ein Programm, das Informationen über den Computer und das Betriebssystem liefert.
- versteckte Dateien und Ordner
- Versteckte Dateien und Ordner beginnen mit einem Punkt und werden hauptsächlich zum Speichern von Programm-Einstellungen verwendet.
- vim
- vim ist ein einfacher jedoch leistungsstarker Editor mit Syntaxhervorhebung und Vergleichsfunktionen, mehreren Darstellungsfenstern und vielen anderen nützlichen Funktionen.
- wget
- wget ist der Standard-Downloadmanager auf der Kommandozeile. Viele GUIs wie Kget sind verfügbar.
- YAST
- Yast oder auch YaST ist ein Setuptool von SuSE-Linux. YaST heißt "Yet another Setup Tool". Damit lässt sich Software installieren/deinstallieren, Hardware und Netzwerk(dienste) konfigurieren und die Benutzer verwalten.
Diese Seite wurde zuletzt am 8. November 2007 um 16:58 Uhr geändert.
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