Linux ausprobieren

Aus LinWiki.de

Um das erste mal ein Gefühl für Linux zu bekommen, gibt es verschiedene Arten, Linux "auszuprobieren". In diesem Artikel werden die wohl beiden häufigsten Arten, die Live-CD und die Virtualisierung mittels VMWare-Player beschrieben. Beide Arten haben Vor- und Nachteile.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Testmethode Live-CD

[bearbeiten] Vorteile

  • Eine Live-CD eignet sich hervorragend, um einmal in die Linuxwelt hineinzuschnuppern. Das Betriebssystem wird vollständig von der CD und im Arbeitsspeicher ausgeführt, d.h. die Festplatte wird nicht angerührt.
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass man beim Starten der CD schon seine Hardware auf Linuxtauglichkeit testet. Bootet das System vollständig, steht hardwaretechnisch der Installation nichts im Wege.
  • In fast jeder Linux-Zeitschrift befindet sich ein Live-System, was als weiterer Vorteil gelten kann.

[bearbeiten] Nachteile

Tipp 1: Oftmals werden sowohl DVD als auch CD Versionen angeboten. Für Hardwaretests genügt es sich die CD-Version zu laden. Auf der DVD sind zwar mehr Programme enthalten, jedoch sind alle Treiber immer auch auf der CD.
Tipp 2: Am besten brennt man die CD auf einen RW-Rohling. So kann man mit ein und dem selben Rohling mehrer Distributionen testen.
  • Nutzt man ein Live-System, so verfallen jegliche Änderungen, sobald man das System herrunterfährt.
  • Durch die Tatsache das die Linux Distribution vollständig von der CD/DVD bzw. vom Arbeitsspeicher aus arbeitet, ergeben sich durch diese Arbeitsweise bedingte verzögerungen. Das System läuft also deutlich langsamer als ein vergleichbares, auf der Festplatte installiertes System.

[bearbeiten] Bsp: Ubuntu Linux

Das tolle an Ubuntu ist, dass die Live-CD gleichzeitig auch zur Installation verwendendet werden kann. So kann man zuerst das System begutachten und testen und wenn es einem gefällt, kann man es auch gleich installieren.

[bearbeiten] Weitere Live-Systeme

Die beiden bekanntesten Live-CD-Distributionen sind Knoppix und Kanotix, aber auch andere Distributionen wie z.B. Ubuntu oder SuSE Linux sind auf den Zug aufgesprungen und bieten Live-Versionen Ihrer Distributionen an. Es lohnt sich unterschiedliche Anbieter zu testen, da jeder seinen Schwerpunkt auf einen anderen Bereich legt. Außerdem nehmen einige Anbieter bestimmte Treiber nicht in Ihr Angebot auf, da diese nicht mit Ihren Lizenzen vereinbar sind.


[bearbeiten] Virtualisierung mittels VMWare-Player

[bearbeiten] Vorteile

  • Getätigte Einstellungen bleiben erhalten und Dateien können gespeichert werden.
  • Im getesteten Linuxsystem können Programme installiert werden.

[bearbeiten] Nachteile

  • Keine Aussage über die Hardwaretauglichkeit von Linux
  • VMWare-Player ist zwar kostenlos, aber nicht frei

[bearbeiten] Bsp: SuSE Linux

Als erstes sollte man sich den VMWare Player herunterladen und dann installieren.

Dann läd man sich das SuSE VMWare Image (Windowsnutzer nutzen am besten die .zip Datei) aus dem Internet herunter und entpackt diese.

Dann kann man auch schon die so eben heruntergeladene und entpackte .vmx Datei mit dem VMWare Player öffnen. Daraufhin startet SuSE Linux und man wird automatisch als Benutzer "guest" (Passwort: guest) eingeloggt. Um Programme mittels YaST zu installieren, brauch man das Passwort des Benutzers root. Das root-Passwort lautet toor. Die Eingabe eines Passwortes zur Installation von Software (oder auch wichtige Änderungen am System) ist eine Sicherheitsmaßnahme, die man in jedem Linux System wiederfindet.

Nun kann man nach Herzenslust testen, Einstellungen ändern, Programme installieren usw.

[bearbeiten] Weitere VMWare-Images

VMWare selbst stellt auf seiner Homepage zahlreiche weitere Images bereit, welche alle darauf warten, getestet zu werden ;)


[bearbeiten] OpenSource auf Windows testen

Eine weitere Möglichkeit, "sanft" auf Linux zu migrieren besteht darin, auch unter Windows OpenSource-Programme einzusetzen. Dadurch kann man in seiner gewohnten Umgebung Programme ausprobieren, welche auch in der Linux Welt eingesetzt werden.


Wichtig: Dabei muss man natürlich beachten, dass die Programme in allererster Linie auf Unix Systeme ausgelegt sind und anschließend nach Windows portiert wurden. Dadurch kann es durchaus der Fall sein, dass eines der folgenden Programme unter Linux viel größeres Potenzial und Features hat, als es unter Windows möglich ist.

Außerdem beachten sollte man, dass es unter Linux meist eine viel größere Auswahl an Programmen gibt, die die selbe Tätigkeit erledigen können. So ist Thunderbird nicht der einzige Email Client, sondern nur einer unter vielen (z.T. auch sehr verschiedenen)!

Einige Beispiele:

  • OpenOffice.org - Komplettes Office Paket (entspricht MS Office)
  • Firefox - Freier Internet-Browser aus dem Hause Mozilla (entspricht MS Internet Explorer)
  • Thunderbird - Der Mozilla Email Client (entspricht MS Outlook)
  • Gaim - Instant Messanger für viele Protokolle, unter anderem ICQ und Jabber
  • und viele viele mehr
Diese Seite wurde zuletzt am 24. Mai 2007 um 20:14 Uhr geändert.
Diese Seite wurde bisher 5.458 mal abgerufen.